Immer wieder liest man über die Risiken sich durch ein Piercing eine (möglicherweise gefährliche) Infektion einzuhandeln. Dieses Risiko besteht grundsätzlich sowohl im Piercingstudio wie auch in der anschließenden Wundheilphase. Das besondere Risiko beim Piercen liegt in der möglichen Übertragung von Viruskrankheiten wie HIV (AIDS), Herpes oder Hepatitis B/C, aber auch Pilze oder Bakterien könnten bei ungenügender Hygiene beim Piercen übertragen werden. Während der Abheilphase spielen dagegen eher normale Alltagsbakterien und seltener auch Hautpilze die wesentliche Rolle bei Infektionen.
Manche Leute denken daher, daß man sich doch besser bei einem Arzt piercen lassen sollte, denn dort erwartet man ja besonders gute hygienische Bedingungen. Leider haben einige Skandale in der letzten Zeit gezeigt, daß es mit der Hygiene in manchen Arztpraxen offensichtlich schlecht bestellt ist und Patienten mit Hepatitis oder HIV infiziert worden sind. Sogar vor der Mehrfachverwendung von Einweg-Spritzen/-Kanülen schrecken manche Ärzte nicht zurück obwohl es sich dabei um Pfennigsartikel handelt. Das verwundert gar nicht so sehr, wenn man weiß, daß eine Arztpraxis nur bei einem konkretem Verdacht amtlich kontrolliert wird - unser Piercingstudio dagegen wird regelmäßig vom Gesundheitsamt überprüft und war stets ohne Mängel.

Einige Beispiele für die Gefahr aus solchen Arztpraxen finden sich z.B. in den folgenden Links:

Hepatitis-Care.de    ZDF.de-Video   Die Welt   Rhein-Sieg-Anzeiger  
Ärztezeitung   Süddeutsche Zeitung   Der Spiegel

Beim Piercen (aber auch beim Arzt, z.B. Blutabnahme) sollte man IMMER auf folgende Dinge achten
um sicher zu sein, daß alles korrekt gemacht wird:

Die Sterilität in meinem Piercingstudio ist mir äußerst wichtig, immerhin wird beim Piercen oder bei einer Bodymodification der Körper verletzt. Deshalb habe ich die Einhaltung der Hygienerichtlinien perfekt organisiert, damit bei Deep Metal keine Krankheiten wie HIV oder Hepatitis übertragen werden können. Zu einer perfekten Hygienekette gehören viele verschiedene Arbeitsschritte die erst durch ihr Zusammenspiel die Sicherheit des Kunden und des Piercers gewährleisten. Außerdem müssen Geräte wie Sterilisator und Ultraschallreiniger einwandfrei funktionieren.  mehr...

Nach den Änderungen des SGB V, aufgrund der Gesundheitsreform im April 2007, sollen die Kosten für die möglicherweise wegen eines Piercings oder einer Bodymodification entstandenen medizinischen Komplikation nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. mehr...
Daher ist es jetzt noch wichtiger geworden, gründlich nach einem vertrauenswürdigem Piercer zu suchen. Man ist verpflichtet, sich zu vergewissern, daß es in dem ausgewählten Studio hygienisch zugeht und einem im Falle von Komplikationen im Studio - kostenlos - geholfen wird. Wenn man statt dessen nur allgemein auf irgendeinen Arzt verwiesen wird, der möglicherweise kaum Erfahrung mit der Behandlung von Piercings besitzt, aber verpflichtet ist sofort alles der Krankenkasse zu melden, könnte das (billige) Piercing sehr teuer werden. mehr...

Aus rechtlicher Sicht ist das Piercen eine Körperverletzung nach § 224 StGB, beim Dehnen eines Piercings käme auch § 223 StGB in Frage, bei einigen Bodymodificationen eventuell sogar §226 StGB. Damit der Piercer sich nun nicht ständig Strafbar macht, gibt es den § 228 StGB nach dem der Kunde in die Körperverletzung einwilligen kann. Das geschieht mit dem Unterschreiben der Einwilligungserklärung.

Bei Minderjährigen unter 18 Jahren müssen die Erziehungsberechtigten (also beide Eltern oder auch ein amtlich bestellter Vormund) einwilligen und dieses mit ihrer Unterschrift auch bestätigen.
Daher benötigen alle unter 18 ihren Ausweis, die schriftliche Erlaubnis von
beiden Erziehungsberechtigten und deren Ausweise.
Bei Alleinerziehenden wird ein Dokument benötigt, das die alleinige Erziehungsberechtigung nachweist (z.B. Scheidungsurteil, Jugendamtsbescheinigung oder ähnliches). Alternativ kann im Studio eine Eidesstattliche Versicherung zur Glaubhaftmachung der Alleinigen Erziehungsberechtigung abgegeben werden.
Bei unter 16jährigen muß mindestens ein Elternteil mit ins Studio kommen.
Bei unter 14jährigen müssen beide Eltern mit ins Studio kommen, das Piercen von unter 14jährigen ist durchaus nicht verboten.
Zuschauen müssen die Eltern nicht, aber die Unterschrift im Studio leisten.
Auch Erwachsene müssen einen Ausweis zum Piercen mitbringen, damit wir das Alter kontrollieren können.

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unter 14 Jahre beide Eltern anwesend, Unterschriften und Ausweise von allen bzw. Nachweis des
alleinigen Sorgerechts (z.B. Scheidungsurteil oder ähnliches). Alternativ kann im
Studio eine Eidesstattliche Versicherung zur Glaubhaftmachung der Alleinigen
Erziehungsberechtigung abgegeben werden.
 
14 bis 16 Jahre ein Elternteil anwesend, Unterschriften und Ausweise von allen bzw. Nachweis des
alleinigen Sorgerechts (z.B. Scheidungsurteil oder ähnliches). Alternativ kann im
Studio eine Eidesstattliche Versicherung zur Glaubhaftmachung der Alleinigen
Erziehungsberechtigung abgegeben werden.
 
16 bis 18 Jahre ohne Eltern, aber die Ausweise und schriftliche Einwilligung von allen oder Nachweis
des alleinigen Sorgerechts (z.B. Scheidungsurteil oder ähnliches). Alternativ kann im
Studio eine Eidesstattliche Versicherung zur Glaubhaftmachung der Alleinigen
Erziehungsberechtigung abgegeben werden.
 
unter 14 Jahre nur Ohrpiercings oder Nasenpiercing, in Ausnahmefällen auch andere Piercings
ab 4 Jahre nur Ohrpiercings im Ohrläppchen
unter 18 Jahre keine Intimpiercings
unter 18 Jahre keine Tattoos & Bodymodifications wie z.B.. Brandings, Cuttings, Implantate, Zunge spalten, etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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Checkliste Piercingstudios

  Mit dieser Checkliste findest Du schnell und sicher heraus, ob sich Dein/e Piercer/in gut in seinem Fach auskennt und die vorgeschriebenen Gesetze einhält.

Der Piercer hat einen gültigen Gewerbeschein und kann diesen auch vorlegen.
Dies gilt auch für piercende Ärzte, Homepiercingservice und Piercingstände auf Messen.
Ohne Gewerbeschein pierct kein Piercer legal und kontrolliert!!!
Ja         Nein
Die Oberflächen im Piercing- und im Sterilisationsbereich sind glatt und gut abwaschbar.
Wie z.B. Fußböden, Wände, Geräte, Einrichtung, etc.
Ja         Nein
Getrennte Warte-, Piercing-, Sterilisations-  und Beratungsräume. Ja         Nein
Im Piercingstudio herrscht Rauchverbot. Ja         Nein
Der Piercingraum ist übersichtlich und ordentlich.   
Es finden sich hier nur Dinge die zum Piercen notwendig sind. 
Fotopinwände, Zeitungen, Pflanzen, Tiere, Aschenbecher, alles Private hat hier nichts zu suchen.
Ja         Nein
Der/die Piercer/in trägt beim Piercen keine offenen langen Haare, lackierte Fingernägel, Fingerringe oder Armbänder, auch ein ungeschützter langer Bart birgt ein hohes Infektionsrisiko. Die Unterarme sind frei und werden mitdesinfiziert. Ja         Nein
Die verwendeten Chemikalien zur Desinfektion sind DGHM gelistet. 
( D
eutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie ) 
Dies ist auf den Etiketten vermerkt.
Ja         Nein
Es werden ausschließlich sterile Einwegnadeln verwendet. Ja         Nein
Es werden nur puderfreie & sterile Einweghandschuhe benutzt. Ja         Nein
Wiederverwendbare Instrumente werden nach jedem Gebrauch
desinfiziert, gereinigt, verpackt und dann sterilisiert.
Bis zum Gebrauch bleiben die Instrumente steril verpackt.
Das Sterilisationsdatum ist vermerkt und wird protokolliert. Die Teile werden in geschlossenen Behältnissen staubgeschützt gelagert .
Ja         Nein
Der/die Piercer/in verwendet keine Betäubungsspritze sondern ein Betäubungsspray, aber KEIN Eisspray. Ja         Nein
Der/die Piercer/in klärt ausführlich über mögliche Komplikationen,
Risiken und die notwendige Nachsorge auf, die Beratung ist unverbindlich.
Ja         Nein
Ich erhalte eine schriftliche Nachsorgeanweisung. Die Nachsorge im Studio ist kostenlos. Ich kann mich im Falle von Komplikationen an mein Studio wenden und muß nicht zu irgendeinem Arzt gehen den ich auch noch selbst bezahlen muß.  Ja         Nein
Minderjährige werden nur mit Einverständnis beider Elternteile gepierct, bis 16 muß mindestens ein Elternteil mitkommen. Ja         Nein
Ich erhalte kostenloses Desinfektionsmittel zum Pflegen des Piercings. Ja         Nein
Der Erstschmuck ist ausschließlich Titan, medizinischer Kunststoff,  Implantatstahl, Gold oder Niobium. Bei anderen Materialien laß Dich von Deinem/er Piercer/in beraten.
Es sind aktuelle Analysezertifikate für den Erstschmuck vorhanden.
Ja         Nein

Der Piercingschmuck und die Instrumente sind einzeln Steril verpackt und werden erst vor meinen Augen ausgepackt.

Ja         Nein
Das Studio verfügt über einen nachweisbar regelmäßig überprüften Dampfdrucksterilisator (Autoklaven) und kann die Prüfbescheinigungen vorzeigen. Ja         Nein
Der/die Piercer/in beantwortet alle meine Fragen ausführlich und nimmt sich Zeit für mich. Ja         Nein
Der hygienische Gesamteindruck ist gut. Ja         Nein
Der/die Piercer/in ist mir symphatisch.

Ja           Nein

Der/die Piercer/in ist auch außerhalb der Geschäftszeiten 
bei Problemen telefonisch erreichbar
(Handyhotline).

Ja           Nein

Alle diese Punkte werden bei Deep Metal selbstverständlich erfüllt...  

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SGB V, § 52 Leistungsbeschränkung bei Selbstverschulden
"2.) Haben sich Versicherte eine Krankheit durch eine medizinisch nicht indizierte Maßnahme wie zum Beispiel eine ästhetische Operation, eine Tätowierung oder ein Piercing zugezogen, hat die Krankenkasse die Versicherten in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen und das Krankengeld für die Dauer dieser Behandlung ganz oder teilweise zu versagen oder zurückzufordern."

Zur Umsetzung dieses Gesetzes ist dann auch noch die Ärztliche Schweigepflicht ausgehöhlt worden und somit eine Meldepflicht für Piercings und andere Bodymodifikationen eingeführt worden. Dies, obwohl der Arzt möglicherweise gar nicht beurteilen kann, ob die vorliegende Erkrankung denn tatsächlich durch ein Piercing/eine Bodymodification verursacht worden ist. (Kommen Bauchschmerzen etwa automatisch vom Bauchnabelpiercing?!)  Da die meisten Erkrankungen vielfältige Ursachen haben können, sollte man auf einer gründlichen Diagnosestellung seitens des Arztes bestehen bevor vorschnell das Piercing als Ursache "erkannt" wird!!! Eine falsche Mitteilung an die Krankenkasse kann nur durch ein Gericht wieder richtiggestellt werden, was auch Kosten verursacht.

SGB V, § 294a Mitteilung von Krankheitsursachen und drittverursachten Gesundheitsschäden
"1.)
Liegen Anhaltspunkte dafür vor, daß eine Krankheit eine Berufskrankheit im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung oder deren Spätfolgen oder die Folge oder Spätfolge eines Arbeitsunfalls, eines sonstigen Unfalls, einer Körperverletzung, einer Schädigung im Sinne des Bundesversorgungsgesetzes oder eines Impfschadens im Sinne des Infektionsschutzgesetzes ist oder liegen Hinweise auf drittverursachte Gesundheitsschäden vor, sind die Vertragsärzte, ärztlich geleiteten Einrichtungen und die Krankenhäuser nach § 108 verpflichtet, die erforderlichen Daten, einschließlich der Angaben über Ursachen und den möglichen Verursacher, den Krankenkassen mitzuteilen.
2.) Für die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen, die nach § 116 des Zehnten Buches auf die Krankenkassen übergehen, übermitteln die Kassenärztlichen Vereinigungen den Krankenkassen die erforderlichen Angaben versichertenbezogen."
 
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Was ist eigentlich Steril???

Wir lesen immer wieder, daß Piercingschmuck vor dem Einsetzen (und das nicht nur beim Ersteinsatz) gründlich gereinigt und sterilisiert werden muß. Klingt selbstverständlich, ist es aber leider überhaupt nicht. Mangelnde Einsicht in die Gründe ist sicherlich der Hauptgrund. Die Mehrarbeit und vor allem die Mehrkosten lassen manche Piercer und Tätowierer und leider auch einige Ärzte davor zurückschrecken. Dazu kommt: es ist eine Arbeit, die keiner sieht und nach der nur sehr selten jemand fragt.

Zur Unterscheidung der Begriffe "Steril" und "Desinfiziert": Steril ist etwas, an dem alle Mikroorganismen, Viren und Bakterien abgetötet wurden. Desinfiziert bedeutet hingegen, daß lediglich die krankmachenden Keime abgetötet oder sogar nur inaktiviert werden. Desinfiziert werden sollten dementsprechend alle benutzten Instrumente, Ringe aber auch die Hände des Piercers, die Hautstelle um das Piercing und auch alle Oberflächen im Studio inklusive des Fußbodens. Instrumente, die mit dem Kunden in Berührung kommen, müssen vor dem Sterilisieren desinfiziert werden, damit wirklich alles runter ist und sich niemand beim Hantieren mit kontaminiertem Werkzeug infiziert oder anschließend andere Dinge verunreinigt.

Die Desinfektion ersetzt aber in keinem Fall eine ordentliche Sterilisation, welche vorzugsweise im Autoklaven (Dampfdrucksterilisator) oder im Heißluftsterilisator durchgeführt wird. Die gelegentlich angebotenen Glasperlen-Sterilisatoren sind nach den Richtlinien der Gesundheitsämter keine anerkannte Sterilisationsmethode, da nicht das komplette Instrument behandelt wird - der Griff ragt ja noch heraus. Ebenso ist eine UV-Box kein Sterilisator, sondern eine Aufbewahrungsbox für Maniküreinstrumente in der Fußpflege.

Warum nun das ganze Theater? Piercingschmuck wird zum überwiegenden Teil industriell hergestellt, das heißt auf Drehbänken und anderen Maschinen. Anschließend wird er in einer Poliertrommel mit feinsten Körnern poliert. Dann wird der Schmuck grob gespült und verkauft. Eine Kontrolle auf z.B. messerscharfe Bohrspäne oder fehlerhafte Stücke findet normalerweise nicht statt. Ebenfalls haftet dem Schmuck oft noch gesundheitsschädliches Gewindeschneideöl an, dies gilt auch für "handpolierten" Schmuck - Polierwatte oder Poliermittel sind nichts, was in den Körper eindringen sollte. Sehen kann man diese Anhaftungen übrigens nicht immer.

Im Piercingstudio angekommen, sollte nun der Schmuck - genau wie gebrauchte Instrumente auch - erstmal im Ultraschallreiniger für mindestens 10 Minuten mit Desinfektionslösung vorgereinigt und desinfiziert werden. Anschließend müssen Schmuck und Instrumente mit destilliertem Wasser abgespült werden, damit sich beim Sterilisieren keine Kalkreste in den Schmuck brennen. Nun wird der Schmuck mit Lupe und Pinzette auf Fehler und Späne kontrolliert - natürlich mit Handschuhen, damit keine neuen Verunreinigungen an die Ringe kommen. Auch die gereinigten Instrumente werden noch auf Beschädigungen und übriggebliebene Verunreinigungen kontrolliert, natürlich mit Handschuhen.

Nach der Überprüfung und Überarbeitung werden die Ringe vermessen und in entsprechend beschriftete Sterilisiertütchen gepackt. Auch hierbei müssen Handschuhe getragen werden um eine Rekontamination der zu sterilisierenden Dinge zu verhindern. Nun kann alles sterilisiert werden, und auch nach dem Öffnen des Sterilisators können keine neuen Verunreinigungen an den Schmuck gelangen. Genauso wird mit dem verwendeten Werkzeug für ein Piercing verfahren, wie z.B. Scheren, Zangen, soweit kein vorsterilisiertes Einwegmaterial verwendet wurde.

Eine Menge Arbeit, die der Kunde nicht sieht. Die Vorstellung, daß der Piercer doch ein ultracooles Leben hat, denn er öffnet ja erst um 12 Uhr sein Studio und kann dementsprechend lange ausschlafen, entspricht nicht der Realität. Bevor es losgeht, ist erst einmal eine sorgfältige Vorbereitung notwendig, die oftmals mehrere Stunden dauert.

Gold- und Silberschmuck kann nicht im Autoklaven/Heißluftsterilisator sterilisiert werden und muß nach der Materialprüfung daher ein zweites Mal desinfiziert werden. Dieses Mal allerdings nicht so kurz, sondern der Schmuck soll mehrere Stunden in der Desinfektionslösung liegen, danach mit destilliertem Wasser abgespült und am besten sofort verwendet werden. Silberschmuck ist generell nicht für den Ersteinsatz geeignet, hochwertiges 750er Gold schon und muß dementsprechend behandelt werden. Schmuck, der in ein abgeheiltes Piercing eingesetzt wird, muß nicht unbedingt steril sein, desinfiziert aber schon - am besten direkt vor dem Einsetzen.

Wie wird richtig sterilisiert? Die fertig verpackten Sachen werden so in den Steri gelegt, daß die Luft überall entweichen kann und der Dampf bzw. die Heißluft gut alles erreichen kann.
Die Sterilverpackungen sollten mit Indikatoren ausgestattet sein, welche die erfolgte Sterilisation anzeigen - dies ist jedoch kein Sterilisationstest. Nun wird der Autoklav gestartet und nach Ablauf der systemspezifischen Zeit das getrocknete und abgekühlte Sterilgut rausgenommen, kontrolliert und mit Seriennummer und Datum versehen. Je nach Art der Verpackung und der Lagerung ist es nun zwischen einem Tag und drei Jahren haltbar. Wenn man eigenen Schmuck abgibt, muß daher immer mindestens eine Stunde für die Sterilisation des Schmuckes eingeplant werden.

Und dann noch testen? Ob ein Sterilisator wirklich funktioniert, kann man eigentlich nur erahnen. Die Anzeigen an der Front geben genaugenommen nur Anhaltspunkte, ob z.B. Temperatur und Druck eingehalten werden. Zur Absicherung, ob der Steri wirklich funktioniert, gibt es spezielle Tests, wie z.B. den "Bowie & Dick" - Dampfdurchdringungstest. Eine wirkliche Kontrolle bietet aber nur der sogenannte Sporentest, bei dem besonders widerstandsfähige Bakteriensporen sterilisiert und anschließend im Labor (in der Regel durch ein Hygieneinstitut oder Gesundheitsamt) ausgebrütet werden. Erwachen sie wieder zum Leben, dann funktioniert das Gerät nicht mehr einwandfrei, rührt sich nichts, ist alles gut. Vorgeschrieben ist dieser Sporentest alle 6 Monate. Das Sporentestergebnis wird bescheinigt und sollte aushängen oder vorgezeigt werden können.

In einem gut geführten Studio oder auch in einer guten Arztpraxis wirst du alle diese Punkte erfüllt finden -
also frag ruhig mal nach...

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